H. C. Strache:

Parteichef, Mitglied bei der pennalen Burschenschaft „Vandalia", Wien, Verkehrte noch bis Ende der 1980er Jahre in Neonazi-Kreisen, Wehrsportübungen, Autor in der rechtsextremen "Aula", verlangt die Abschaffung des Verbotsgesetzes und dass der "Büßeranzug" endlich gegen den "Kampfanzug" (gegen eine angeblich drohende "Islamisierung") eingetauscht werde.
Behauptet im APA-Interview (13. 9. 09), dass Wehrmachtsdeserteure „oftmals auch Mörder gewesen“ seien. Während laut einer Studie („Opfer der NS-Militärjustiz“, 2003) bei 1300 untersuchten Fällen nur fünfmal Gewalt im Spiel war, versteift sich Strache einen Tag später auf die Behauptung, dass laut bezeichnenderweise nicht näher genannte Studien „über 15 bis 20 Prozent“ der Deserteure „Kameraden“ erschossen hätten. Woher er die genauen Zahlen habe, konnte der FPÖ-Obmann nicht angeben (Die Presse, 14. 9. 09).


Karl Schnell:

Obmann Salzburger FPÖ, Gastredner am 21. Juni 2008 beim Europa- Kongress der „Republikaner" (programmatisches Motto: „gegen Antigermanismus und Nationalmasochismus")

Eduard Schock:

(aB! Aldania), FPÖ-Klubchef im Wiener Landtag, rief Ende Juli 2007 aus fremdenfeindlichen Motiven zu Verstößen gegen das Gesetz auf: Jene Beschäftigte bei „Wiener Wohnen“, welche entgegen einer EU-Verordnung gegenüber MigrantInnen aus Drittstaaten behaupten, sie hätten keinen Anspruch auf eine Gemeindewohnung, würden „intuitiv das Richtige (machen)“, so Schock (Die Presse, 30. 7. 07).

Leopold Schöggl:

ehemaliger steirischer FPÖ-Vorsitzender und 2005 Spitzenkandidat bei den Landtagswahlen, das Jugendmagazin „Chilli“ berichtet über eine Festveranstaltung zur (steirischen) Volkskultur. Dabei wird aus Schöggls Rede zum Erhalt des völkischen Erbes zitiert: Zunächst postuliert er, dass „das Volk (...) seine Wurzeln kennen" müsse. Dass Juden und Jüdinnen gemäß deutschnationaler Weltanschauung nicht zum „Volk" gehören, sondern vielmehr dieses von außen bedrohen, macht Schöggl gleich darauf deutlich: „Wir werden zunehmend äußeren Einflüssen ausgesetzt. Was der Herr Konrad Mautner, der ja ein Wiener Jude ist, mit unseren Trachten gemacht hat, war ja schon Übertreibung. Das waren nicht mehr unsere traditionellen Trachten. Aber das sind halt die blutarmen Gstoderer aus Wien, (...) a Zuagraster holt."

Otto Scrinzi:

ehemaliger „Aula-Schriftleiter", SA-Sturmführer, Ex-NSDAP-Mitglied („Ich war immer rechts, auch in der NSDAP!“), ehemaliger Nationalratsabgeordneter und bis heute graue Eminenz der FPÖ, 2004 Teilnehmer am „Freiheitlichen Kongress“ der neonazistischen „Deutschen Stimme“, Obmann des rechtsextremen „Kulturwerkes Österreich“.

Harald Stefan:

bekennender „Olympe", Jörg Haider verhinderte ihn 2004 als Justizminister, verlangte am 23. September 2008, die öffentlichen Gelder für die jüdische Gemeinde einzufrieren, was deren Ende in Österreich bedeuten würde; wird vom Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ (41/08) wie folgt zitiert: „Ich mache einen Sekt auf, wenn der israelische Botschafter nicht mehr in Wien ist.“

Wolfgang Strauß:

führender Theoretiker der nationalrevolutionären Strömung im deutschen Rechtsextremismus, Redaktionsmitglied in Nation (und) Europa, Referent bei zahlreichen rechtsextremen Organisationen (AFP, Gesellschaft für freie Publizistik, Nationalistische Front u. a.).

Tiroler RFJ:

Zuletzt in einem Pamphlet in Erscheinung getreten, das nur so vor Geschichtsverdrehung und NS-Verharmlosung strotzt und die Politik Israels mit den Verbrechen der 30er Jahre vergleicht. Die Argumentation und Begriffe, die die Autoren des Textes verwenden, reihen sich jedenfalls nahtlos in rechtsextreme Hetzpapiere von NPD und Co. ein.

Marcus Vetter:

ehemaliger Wiener RFJ-Landesobmannstellvertreter und vormals Mitglied im RFJ-Bundesvorstand, hat laut „profil“ beim Aufruhr-Versand mehrere CDs von NS-Bands wie „Weiße Wölfe“ („Unsere Antwort ist Zyklon B“) bestellt, parlamentarischer Mitarbeiter von Martin Graf.

Harald Vilimsky:

Generalsekretär, Autor in der rechtsextremen Zeitschrift „Der Völkerfreund"

Lutz Weinzinger:

Burschenschaft „Bruna Sudetia", Autor in der rechtsextremen Zeitschrift „Aula" (Feststellung im Wahlkampf: „Jede blonde, blauäugige Frau, das heisst, jede Frau mit deutscher Muttersprache, braucht drei Kinder, weil sonst holen uns die Türkinnen ein"), Landesparteiobmann in Oberösterreich, forderte Ende Jänner 2006 die Schließung von Erstaufnahmezentren und Asylantenheimen. Statt diesen sollten Lager außerhalb der Städte und Ortschaften in „menschenleeren“ Gebieten errichtet werden. (Neues Volksblatt, 26. 1. 06)

Detlef Wimmer:

Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins NEWS (23. 7. 09) wurde dem oberösterreichischen RFJ-Vorsitzenden und nunmehrigen FPÖ- Spitzenkandidaten bei den Linzer Gemeinderatswahlen, Detlef Wimmer, aufgrund seiner „Kontakte“ zum neonazistischen BFJ seitens des Heeresabwehramtes die Zuverlässigkeit entzogen, was das Ende seiner Offizierskarriere bedeutet habe. Gegenüber dem Kurier (21. 7. 09) bestreitet Wimmer den Wahrheitsgehalt der NEWS-Enthüllung und spricht von einer „gesteuerten Intrigen-Kampagne gegen die Freiheitlichen“. Es sei aber richtig, dass er „Personen kenne, die im BfJ aktiv tätig gewesen sein sollen“.

Michael Winter:

Sohn von Susanne Winter, Ex-Obmann des steirischen Rings Freiheitlicher Jugend, im Oktober 2008 wegen Verhetzung zu drei Monaten bedingter Haft verurteilt (nicht rechtskräftig).

Susanne Winter:

„Aula"-Autorin und Juristin aus Graz, wegen Verhetzung in 1. Instanz (nicht rechtskräftig) verurteilt („Kinderschänder Mohammed"), verfasst Leserbriefe an das neonazistische Hetzblatt „PHOENIX“ und nennt dieses „Heimatparteizeitung“; meint Anfang 2007, „Neger“ sei keine rassistische Beleidigung, sondern „die Bezeichnung für die Menschenrasse in Afrika südlich der Sahara“.

Wolfgang Zanger:

steirischer FPÖ-Nationalratsabgeordnete, Mitglied im pennalen Corps „Austria“, Knittelfeld, und im akademischen Corps „Vandalia“, Graz, behauptet in der ORF-Sendung „Report“ (7. 11. 06) der Nationalsozialismus hätte auch „gute Seiten“ gehabt: „Natürlich hat es gute Seiten am Nationalsozialismus gegeben, nur die hören wir heute alle nicht mehr. Alle lechzten nach Beschäftigung, nach ein bisschen Hoffnung, und als dann der Führer gekommen ist, der dann angefangen hat mit verschiedenen Bauideen, oder Straßenbau – die Autobahnen sind damals entstanden – das hat den Leuten Hoffnung gegeben.“